Eine eigene Konzertreihe?

Kurz nachdem der heutige Musikzugführer Michael Ibing das Amt übernommen hatte, begann in ihm der Gedanke an eine eigene Konzertreihe zu reifen. Sie sollte als Ergänzung der bis dahin hauptsächlich durchgeführten Auftritte im Sommer dienen.

Die Mitwirkung bei zahlreichen Sommerfesten vor allem der Löschzüge und -gruppen der Freiwilligen Feuerwehr Sprockhövel, aber auch der Stadt (Seniorensommerfeste, Stadtfest usw.) war mittlerweile regelrecht zur Routine geworden. Andererseits fanden sie fast ausschließlich im Sommerhalbjahr statt, während es im Winterhalbjahr -abgesehen von den Seniorenweihnachtskonzerten- weit und breit keine Gelegenheit zum Aufspielen gab. Und: ein ganzes Winterhalbjahr lang ohne Ziel zu proben, ist auch unbefriedigend ...

Während der Konzeptionsphase für solch eine Konzertreihe stellte sich eine Frage als entscheidend heraus: "Wo sollen die Konzerte stattfinden?!" Um Publikum zu gewinnen, sollte der Raum zentral gelegen, also innerhalb eines Stadtteils fußläufig zu erreichen sein. Andererseits ist die Flächenstadt Sprockhövel so dezentral strukturiert, das viele Gäste aus den übrigen Stadtteilen mit dem Auto anreisen müssen. Also: Auch ein ordentlicher Parkplatz sollte vorhanden sein.

"Zwischen Kirche und Kartoffeln!"

Weiterhin war zu überlegen, wann die Konzerte stattfinden sollten. Samstagnachmittags - da haben viele Mitbürger -und auch unsere MusikerInnen- andere Dinge zu erledigen. Also blieb fast zwangsläufig nur der Sonntagmorgen übrig. Damit war dann auch der interne "Arbeitstitel" geboren: Die Konzerte sollten stattfinden "zwischen Kirche und Kartoffeln", durften deshalb nicht mehr als eine Stunde dauern und sollten während des Winterhalbjahrs im zweimonatigen Abstand durchgeführt werden, damit vor jedem Konzert mindestens 8 Wochen zur Vorbereitung vorhanden sind.

Die Umsetzung

Mit diesem Konzept ging der damals frischgebackene Musikzugführer durch die Gremien:

  • Das Raumkonzept reduzierte die Auswahl an verfügbaren Räumen auf einen: Den Veranstaltungssaal der Sparkasse in der Hauptstelle Niedersprockhövel.
  • Unterstützung bekamen wir von allen, denen das Konzept vorgestellt wurde, darunter viele Lokalpolitiker. Sowohl Bürgermeister Paul-Gerhard Flasdiek als auch sein Stellvertreter Udo André Schäfer befürworteten beim Vorstand der Sparkasse das Vorhaben.
  • Das Konzept wurde dort vorgestellt und als förderungswürdig anerkannt.
  • Gleichzeitig mussten auch die Musiker und Musikerinnen überzeugt werden. Da die Erfahrung fehlte, war die am meisten gestellte Gegenfrage: "Ja, wenn wir so ein Konzert machen, kommt denn da überhaupt einer hin ... ?" Und: "Oh oh, alle 8 Wochen ein neues Konzert, das ist aber viel Arbeit ... !"

Schließlich waren alle Widerstände überwunden: Die Resonanz bereits auf das erste Konzert war riesengroß, der Veranstaltungssaal der Sparkasse in Niedersprockhövel bereits beim ersten Konzert zu klein. Besucherzahl und musikalisches Niveau stiegen in den mittlerweile 5 Jahren Matinee-Konzerte stetig an. Fazit: Wir haben ein Stammpublikum gewonnen, bei dem wir regelrecht offene Türen eingerannt haben, und sind nebenbei geradezu zum Aushängeschild der Stadt Sprockhövel geworden, denn dieses Stammpublikum kommt nicht nur aus ganz Sprockhövel, sondern ebenso aus den umliegenden Nachbarstädten!

Unser Dank gilt der Sparkasse Sprockhövel, die uns vor allem mit der zur Verfügungstellung ihres Veranstaltungssaales so hervorragend unterstützt hat!