"Wir haben Sie mal wieder unterschätzt!", waren die einleitenden Worte zur Begrüßung durch Musikzugführer Michael Ibing angesichts der über 400 anwesenden Zuhörer, die sich denn auch sichtlich amüsierten. "Ich denke, Sie stimmen mir zu, dass es die richtige Entscheidung war, die Konzerte hierher zu verlegen." Die Zustimmung wurde mit großem Applaus kundgetan.

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Die Bigband in der Glückaufhalle. In Weiss: Klaus Tödtmann (Gesang). (Bild: Gerhard Bartsch)
Für die “Firemen In Swing” (FIS) unter der bewährten Leitung von Bandleader Hans Heimes war der Auftritt im Rahmen der Matinee-Konzerte auch in weiterer Hinsicht eine Premiere: Zum ersten Mal trat die Big Band in einer neuen, größeren Besetzung mit jeweils vier­stimmi­gem Trom­pe­ten- und Posau­nen­satz auf.

Die neue Besetzung ermöglicht u.a. eine größere stilistischen Bandbreite. FIS sind nämlich keine reine Swingband, sondern in vielen weiteren Stil­rich­tun­gen wie Latin, Soul, Rock, Blues und gelegentlich auch Bebop und Funk zuhause. Dem­ent­spre­chend war das Programm auch gestaltet, so dass für jeden Musikgeschmack etwas dabei war.

Eröffnet wurde das Konzert mit „Peter Gunn“, einem Rocktitel von Henry Mancini, bei dem die vier Solisten Gelegenheit für Improvisationen hatten.

Swingnummern waren natürlich auch dabei, wie z.B. "A String Of Pearls" (Glenn Miller), "Let’s Dance" und "Sing, Sing, Sing". Die letzten beiden Stücke waren eine kleine Hommage an Benny Goodman und wurden stilecht mit den entsprechenden Klarinetten-Soli gespielt. "Sing, Sing, Sing" ist darüber hinaus eine Paradenummer für den Schlagzeuger. Weitere Solostücke waren "Petite Fleur" von Sidney Bechet, originalgetreu auf dem Sopransaxophon vorgetragen sowie "Misty" (Eroll Garner), hier eine Ballade für Posaune.

Ein gutes Drittel des Repertoires der Big Band besteht mittlerweile aus Gesangstiteln. Zu hören waren entsprechend u.a. „Mackie Messer“ (mit deutschem Text), "Kansas City", "Bad Leroy Brown" (Frank Sinatra lässt grüßen), "Proud Mary" und "The Girl From Ipanema" im Bossa-Nova-Rhythmus.

Rock-Klassiker wie "Smoke On The Water" oder der Blues "Sweet Home Chicago" sowie "Cherry Pink", ein originalgetreuer Cha Cha (Solo für den 1. Trompeter) und der "Mambo Jambo" rundeten das Programm ab. Mit großem Applaus wurden die Musiker ins Wochenende entlassen.