Niedersprockhövel. Der Feuerwehr‐Musikzug Sprockhövel ließ am Sonntagmorgen bei schönstem Frühlingswetter den Winter mit seinem Matineekonzert ausklingen. Schon eine halbe Stunde vor Konzertbeginn war der Zuschauerraum im Forum Börgersbruch zu zwei Dritteln besetzt. Kurze Zeit später war kein Stuhl mehr frei: Hier zeigt sich wieder einmal das große Interesse des Publikums an den Konzerten.

_DSC2910.jpg
Das Orchester des Musikzuges
Das Konzert begann mit dem flott aufgespielten „Florentiner Marsch“ von Julius Fucik. Im weiteren Verlauf wurden Titel aus Musical und bekannten TV ‐ und Kinofilmen zu Gehör gebracht. „Leider war in Sprockhövel kein Texas‐Hut aufzutreiben – der hätte noch gut gepasst“: Michael Ibing, Leiter des Musikzuges, mit einer launigen Ansage zur Titelmusik von „Dallas“. Wie auch seine nur 20 Sekunden dauernde Zusammenfassung des Inhalts von „Fluch der Karibik“, für den Jack Sparrow und seine Piratenkollegen im Film immerhin 90 Minuten benötigten. Das reichte jedoch: „Man brauchte zur Musik nur die Augen zu schließen, um die Filmszenen im Geiste vorbeiziehen zu lassen“, fand Siegfried Nieland, der aus Gevelsberg zu Besuch war. „Genauso schön war das bei ‚Jenseits von Afrika‘!“

Eine besondere Freude bereitete die Jugendabteilung des Musikzuges unter der Leitung von Sarah Jeske dem Publikum mit zwei sehr präzise vorgetragenen Musikstücken. Die 15 Jugendlichen zeigten, dass durch ihre Heranführung an die Orchesterarbeit der Musikzug sich um seinen Fortbestand derzeit keine Sorgen machen muss – spielten doch bereits drei der jungen Musikerinnen im Orchester mit.

Ibing wies das Publikum darauf hin, dass mit diesem Konzert die Wintersaison beendet wurde und äußerte den Wunsch, auch die kommenden Sommerkonzerte nicht aus den Augen zu verlieren.

Nach gut 75 Minuten endete das ebenso kurzweilige wie erfolgreiche Konzert. (sn)