Sprockhövel. Der Feuerwehr-Musikzug Sprockhövel veranstaltete am vergangenen Sonntag sein traditionelles Adventskonzert.

Reinhard Schorz mit ''Stormy Weather''
Reinhard Schorz mit ''Stormy Weather''
Die Veranstaltung war trotz des winterlichen Wetters sehr gut besucht, was mal wieder beweist, wie beliebt die vorweihnachtliche Matinee beim Publikum ist. Michael Ibing, Leiter des Musikzuges, begrüßte die Zuhörer mit herzlichen Worten, bevor das Orchester mit kraftvollen Horn- und Trompetensignalen aus der „Messa Solenne“ (Vinzenco Petrali) das Konzert eröffnete. Es folgte die sehr ruhige Arie aus der Orchestersuite Nr. 3 von Bach mit einem von Sarah Jeske gefühlvoll vorgetragenen Solo für Querflöte, ebenso einfühlsam begleitet vom Orchester. An die klassischen Stücke zu Beginn des Konzertes führte Ehrenmusikzugführer Helmut Gießmann das Publikum mit seinen gekonnten Erläuterungen heran, der auch wieder etliche Stücke des Konzertprogramms maßgeschneidert für das Orchester arrangiert hatte.

Es folgten musikalische Bezüge auf die Jahreszeit, zunächst mit „Stormy Weather“ (Harold Arlen) ein von Reinhard Schorz ebenfalls perfekt gespieltes Solo für Altsaxophon. Humorvoll Ibings Ankündigung der „Petersburger Schlittenfahrt“: „Darf ich vorstellen: Das Pferd,“ (Schlagzeuger Marcus Zetzsche an den Schellenrasseln), „und der Kutscher!“ (Helmut Gießmann an der Peitsche) – das Publikum hatte hör- und sichtbar seinen Spaß.

Weihnachtliche Melodienfolgen folgten mit dem Nachwuchsensemble des Musikzuges. Die mittlerweile 15 jungen Musikerinnen und Musiker ernteten für ihren Vortrag viel Beifall. Es ist schon erstaunlich, wie gut die Jugend zur Freude des Publikums musizierte – anschließend sogar mit angelsächsischen Weihnachtsliedern gemeinsam mit dem Orchester.

Das weitere Konzert des Musikzuges wurde mit viel Schwung vorgetragen, wobei vor allem die modernen Swing-Rhythmen wie „Jingle Bells“, „Let It Snow“, „Frosty, the Snowman“ und etliche mehr zum Ende hin mit viel Beifall belohnt wurden. Nicht unter zwei Zugaben wurden die Musikerinnen und Musiker entlassen: Zum Abschluss erklangen „Adios“ von Enrico Madriguera und -noch einmal klassisch- der „Persische Marsch“ von Johann Strauss. Fazit des Publikums: „Es ist wunderbar, dass es hier so einen hervorragenden Klangkörper gibt.